der schwarze rand …

Aus dem Rahmen gefallen … oder:  Woher kommt der schwarze Rand?

Ein nahezu perfekter Schwarzweiss-Abzug.
Hunderte feine Grautöne zwischen fast Papierweiss und einem tiefen, knackigen Schwarz.
Eine Bild mit einer Aussage, die den Betrachter sofort anspringt…doch was ist das?  Ein schwarzer Rand,  man sieht sogar die Transportstreifen des Kleinbildes. Was möchte uns der Künstler hiermit sagen?

Er möchte (vielleicht) andeuten, das es sich hier um ein Vollformat handelt. Er hat – vor dem Auslösen bereits – das fertige Bild vor Augen gehabt und gewusst, das er es nicht am Computer “freistellen” möchte (Denn er ist ein überzeugter Analogfotograf und weiß gar nicht, wie das geht: “Freistellen”).
Vielleicht geht es ihm aber nur darum, seinen Abzug auch ohne einen Platz an der Wand nicht aus dem Rahmen fallen zu lassen, sondern ihm einen Abschluss zu geben.

Die einen sagen, es sieht aus wie eine Trauerkarte, die anderen halten es für Kunst. Die Meinungen gehen hier auseinander, dennoch kommt oft die Frage nach dem “Wie geht das?”.

Im folgenden möchte ich kurz darlegen, wie ich das mache. Diese Darstellung meiner Möglichkeiten hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder darauf, der richtige Weg zu sein. Vielleicht gibt es dem einen oder anderen aber auch den kleinen Schub zum Selbermachen.

Möglichkeit 1: Der rabiate Weg

Jeder Vergrößerer hat eine, wie auch immer geartete Bildbühne. Diese Bildbühne hat meistens ein Loch, was sich bewährt hat, denn das Licht soll ja auf dem Papier ankommen. Nun ist dieses Loch ca.52 x 52 mm groß. Ach ja, ich schreibe hier, der Einfachheit halber nur über ein Format, nämlich das mittelgroße. Mir dem kleinen geht es genauso, sieht nur ein wenig anders aus. Das Große kenne ich nicht, kann aber eigentlich nicht viel anders funktionieren.

Bildbühne für einen DURST Easycolor – eine Lidineg 50 für Mittelformat  6×6.

Den Rand dieses Loches bildet in der unteren Lade ein Metallrahmen. Nun könnte man hingehen und mit einer kleinen Feile vorsichtig den Rand dieses Metallrahmens nachfeilen, ihn gewissermaßen vergrößern. Das kann man schön machen (meint: gerade und gleichmäßig) oder künstlerisch frei! Dann bekommen die Bilder quasi ein Wiedererkennungsmerkmal!

Diese Feilerei hat zwei Konsequenzen:

1. das Licht streicht an allen Seiten des Negatives vorbei, wobei es nur von der Dichte des Filmträgers getrübt wird. Da dieser aber weniger dicht ist. als die hellste Stelle im Negativ , bekommen wir einen schwarzen Rand.

2. Der Metallrahmen ist für alle anderen kreativen Arbeiten, die keinen Rand brauchen versaut!

Möglichkeit 2: Do it yourself!

Ich habe die original Bildbühne durch einen “Nachbau” ersetzt. Der Mittelsteg der Lidineg misst ca. 8mm. Ich habe mir aus zwei Sperrholzplatten (4mm) eine neue Bühne geschaffen. In der Mitte ist ein Loch von ca 70x70mm. Hier kommt es nicht auf die genaue Größe an, das Sperrholz stellt lediglich den Träger dar. Wenn zwei Sperrhölzer zu wenig Stärke liefern, muss man eventuell mit ein wenig Fotokarton oder ähnlichem auffüttern. Sollten zwei Lagen zu viel sein, hilft nur dünneres Material oder schleifen.

Zwischen diese Sperrholzscheiben packe ich dann den eigentlichen Rahmen, der in der oberen Lage ein Loch von 53 x 53mm aufweist. Gerade genug für einen feinen Rand. Das Loch in der unteren Lage sollte geringfügig größer sein.

Nun pappe ich beides zusammen – natürlich nicht ohne vorher ein Negativ dazwischen gelegt zu haben (Fehlt auf dem unteren Foto leider!).

Diese Konstruktion kann nun in den Vergrößerer eingelegt werden und der Spass geht los. Einige werden jetzt sagen: HALT! Das ist nicht dicht, da gibt es Streulicht! Das ist nicht ganz falsch. Je genauer die Stärke des Einschubes ist, desto weniger Streulicht tritt allerdings auf. Bei mir wird exakt seitlich zur optischen Achse ein wenig Licht frei, das sich aber beim Arbeiten noch nicht nachteilig ausgewirkt hat.

Im fertigen Zustand, die Streulichtrichtung ist rot markiert.

Aus dem Rahmen gefallen … oder: Woher kommt der schwarze Rand?

Ein nahezu perfekter Schwarzweiss-Abzug.

Hunderte feine Grautöne zwischen fast Papierweiss und einem tiefen, knackigen Schwarz.

Eine Bild mit einer Aussage, die den Betrachter sofort anspringt…doch was ist das? Ein schwarzer Rand, man sieht sogar die Transportstreifen des Kleinbildes. Was möchte uns der Künstler hiermit sagen?

Er möchte (vielleicht) andeuten, das es sich hier um ein Vollformat handelt. Er hat – vor dem Auslösen bereits – das fertige Bild vor Augen gehabt und gewusst, das er es nicht am Computer “freistellen” möchte (Denn er ist ein überzeugter Analogfotograf und weiß gar nicht, wie das geht: “Freistellen”).

Vielleicht geht es ihm aber nur darum, seinen Abzug auch ohne einen Platz an der Wand nicht aus dem Rahmen fallen zu lassen, sondern ihm einen Abschluss zu geben.

Die einen sagen, es sieht aus wie eine Trauerkarte, die anderen halten es für Kunst. Die Meinungen gehen hier auseinander, dennoch kommt oft die Frage nach dem “Wie geht das?”.

Im folgenden möchte ich kurz darlegen, wie ich das mache. Diese Darstellung meiner Möglichkeiten hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder darauf, der richtige Weg zu sein. Vielleicht gibt es dem einen oder anderen aber auch den kleinen Schub zum Selbermachen.

Möglichkeit 1: Der rabiate Weg

Jeder Vergrößerer hat eine, wie auch immer geartete Bildbühne. Diese Bildbühne hat meistens ein Loch, was sich bewährt hat, denn das Licht soll ja auf dem Papier ankommen. Nun ist dieses Loch ca.52 x 52 mm groß. Ach ja, ich schreibe hier, der Einfachheit halber nur über ein Format, nämlich das mittelgroße. Mir dem kleinen geht es genauso, sieht nur ein wenig anders aus. Das Große kenne ich nicht, kann aber eigentlich nicht viel anders funktionieren.

Bildbühne für einen DURST Easycolor – eine Lidineg 50 für Mittelformat 6×6.

Den Rand dieses Loches bildet in der unteren Lade ein Metallrahmen. Nun könnte man hingehen und mit einer kleinen Feile vorsichtig den Rand dieses Metallrahmens nachfeilen, ihn gewissermaßen vergrößern. Das kann man schön machen (meint: gerade und gleichmäßig) oder künstlerisch frei! Dann bekommen die Bilder quasi ein Wiedererkennungsmerkmal!

Diese Feilerei hat zwei Konsequenzen:

1. das Licht streicht an allen Seiten des Negatives vorbei, wobei es nur von der Dichte des Filmträgers getrübt wird. Da dieser aber weniger dicht ist. als die hellste Stelle im Negativ , bekommen wir einen schwarzen Rand.

2. Der Metallrahmen ist für alle anderen kreativen Arbeiten, die keinen Rand brauchen versaut!

Möglichkeit 2: Do it yourself!

Ich habe die original Bildbühne durch einen “Nachbau” ersetzt. Der Mittelsteg der Lidineg misst ca. 8mm. Ich habe mir aus zwei Sperrholzplatten (4mm) eine neue Bühne geschaffen. In der Mitte ist ein Loch von ca 70x70mm. Hier kommt es nicht auf die genaue Größe an, das Sperrholz stellt lediglich den Träger dar. Wenn zwei Sperrhölzer zu wenig Stärke liefern, muss man eventuell mit ein wenig Fotokarton oder ähnlichem auffüttern. Sollten zwei Lagen zu viel sein, hilft nur dünneres Material oder schleifen.

Zwischen diese Sperrholzscheiben packe ich dann den eigentlichen Rahmen, der in der oberen Lage ein Loch von 53 x 53mm aufweist. Gerade genug für einen feinen Rand. Das Loch in der unteren Lage sollte geringfügig größer sein.

Nun pappe ich beides zusammen – natürlich nicht ohne vorher ein Negativ dazwischen gelegt zu haben (Fehlt auf dem unteren Foto leider!).

Diese Konstruktion kann nun in den Vergrößerer eingelegt werden und der Spass geht los. Einige werden jetzt sagen: HALT! Das ist nicht dicht, da gibt es Streulicht! Das ist nicht ganz falsch. Je genauer die Stärke des Einschubes ist, desto weniger Streulicht tritt allerdings auf. Bei mir wird exakt seitlich zur optischen Achse ein wenig Licht frei, das sich aber beim Arbeiten noch nicht nachteilig ausgewirkt hat.

Im fertigen Zustand, die Streulichtrichtung ist rot markiert.

Ein Ergebnis dieser ganzen Arbeit sieht man hier, wenn auch vom Kleinbildformat (Bauprinzip ist identisch!).

Möglichkeit 3: das geschummelte Vollformat

Man schneidet sich aus Fotokarton einen Ausschnitt, der zur entsprechenden Papiergröße harmoniert. Im Beispiel sieht man einen Ausschnitt 12×12 cm in einer Pappe von 20x 26 cm. Dieses Modell ist für Fotopapier 18×24 cm, es wird zur Belichtung mit Fotoecken auf der Rückseite befestigt.

Nun wird nach der Belichtung das Negativ entfernt und eine Schablone eingelegt. Diese Schablone hat ein Maß von 11,9×11,9cm. Die Schablone wird zuerst in die untere rechte Ecke geschoben, belichten, dann in die obere linke Ecke geschoben, belichten, fertig. Meinetwegen auch in irgendeiner anderen, sinnmachenden Reihenfolge! Eine Belichtungszeit von wenigen Sekunden sollte genügen, denn es ist ja kein Negativ mehr in der Bühne. Dieses hat auch den Vorteil, das man die ganze Konstruktion ruhig verschieben kann. Voilá, der Rand ist da.

Der Rahmen ist deswegen geschummelt, weil Vollformat für diesen Rahmen entbehrlich ist, man kann jeden Ausschnitt mit einem schönen Trauerrand versehen.

Beispiel mit geschummeltem Rand – allerdings ein anderer Ausschnitt

Möglichkeit 3: das geschummelte Vollformat

Man schneidet sich aus Fotokarton einen Ausschnitt, der zur entsprechenden Papiergröße harmoniert. Im Beispiel sieht man einen Ausschnitt 12×12 cm in einer Pappe von 20x 26 cm. Dieses Modell ist für Fotopapier 18×24 cm, es wird zur Belichtung mit Fotoecken auf der Rückseite befestigt.

Nun wird nach der Belichtung das Negativ entfernt und eine Schablone eingelegt. Diese Schablone hat ein Maß von 11,9×11,9cm. Die Schablone wird zuerst in die untere rechte Ecke geschoben, belichten, dann in die obere linke Ecke geschoben, belichten, fertig. Meinetwegen auch in irgendeiner anderen, sinnmachenden Reihenfolge! Eine Belichtungszeit von wenigen Sekunden sollte genügen, denn es ist ja kein Negativ mehr in der Bühne. Dieses hat auch den Vorteil, das man die ganze Konstruktion ruhig verschieben kann. Voilá, der Rand ist da.

Der Rahmen ist deswegen geschummelt, weil Vollformat für diesen Rahmen entbehrlich ist, man kann jeden Ausschnitt mit einem schönen Trauerrand versehen.

Beispiel mit geschummeltem Rand – allerdings ein anderer Ausschnitt

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Ich werde es Ihnen in Farben erklären. Das ist schwarz und das ist weiß. Und dazwischen ist hauptsächlich grau. Das sind wir. Eine schwierige Farbe, weil sie nicht so einfach zu beschreiben ist wie schwarz und weiß.

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